Sri Lanka schließt Verbindungen zu 13 Länder wegen "Modem Hijacking"
AFP berichtet, das die Sri Lanka Telekom beschloß, die Telefonverbindung zu 13 Ländern (Vanatu, Cook Islands, Wallis und Futana Islands, Papua Neu Guinea, Nauru, Tuvalu, Tokelau, West-Samoa und Kiribati) zu schließen. Die Blockierung soll drei Monate dauern, Gespräche über den Operator können verbunden werden.
Notwendig war der Schritt, weil die Beschwerden über illegale Dialer überhand genommen haben. Diese Art Dialer "übernehmen" die Internetverbindung eines Rechners unbemerkt und wählen sich nicht über den üblichen Internet-Provider ein, sondern über eine Premium Nummer oder eine teuere internationale Nummer.
Bei einer Premium Rate Nummer (wie kwak Telekom sie anbietet), erhält der Service-Anbieter einen Teil der bezahlten Telefongebühren als Ausschüttung. Das ist relativ klar. Aber wie geht das bei einer "normalen" Telefonnummer in Neu Guinea?
Dazu muss man sich vergegenwärtigen, wie die Abrechnung von Telefongesprächen abläuft. Ein Telefongespräch besteht aus mehreren Teilen:
Nun kommen Leute zu den Carriern und sagen: "Hey Du, wir machen einen Deal: Wir besorgen Dir viele Anrufe und dafür bekommen wir von Dir einen Teil des Geldes, daß Du von den anderen Carriern bekommst."
Was sich anhört wie eine Betrügermasche, ist nicht illegal. Es ist Sache des Carriers, ob er einen Teil seines Entgelts als Provision wieder ausschüttet. Solche Deals gibt es auch in Zentraleuropa. Selbst wir bieten solche Lösungen dann an, wenn es um Länder geht, in denen es Premium Rate Rufnummern nicht gibt.
Was die Sache illegal macht, ist die Nutzung, zum Beispiel mit einem solchen Dialer. Aber das sind meist nicht die Nummernanbieter, sondern deren Kunden. Nummernanbieter würden das nie machen, denn sie sind die Leidtragenden, wenn wie im Fall von Sri Lanka ganze Länder aus ihrem Angebot verschwinden.
Notwendig war der Schritt, weil die Beschwerden über illegale Dialer überhand genommen haben. Diese Art Dialer "übernehmen" die Internetverbindung eines Rechners unbemerkt und wählen sich nicht über den üblichen Internet-Provider ein, sondern über eine Premium Nummer oder eine teuere internationale Nummer.
Bei einer Premium Rate Nummer (wie kwak Telekom sie anbietet), erhält der Service-Anbieter einen Teil der bezahlten Telefongebühren als Ausschüttung. Das ist relativ klar. Aber wie geht das bei einer "normalen" Telefonnummer in Neu Guinea?
Dazu muss man sich vergegenwärtigen, wie die Abrechnung von Telefongesprächen abläuft. Ein Telefongespräch besteht aus mehreren Teilen:
- Einmal das Gespräch vom Anrufer bis zum Verteiler des Carriers.
- Dann die Weiterleitung des Anrufes zu einem oder mehreren zwischengeschalteten Carrieren in anderen Ländern
- Letztlich die Verbindung vom Verteiler des Carriers im Land des Angerufenen bis zu dessen Anschluß.
Nun kommen Leute zu den Carriern und sagen: "Hey Du, wir machen einen Deal: Wir besorgen Dir viele Anrufe und dafür bekommen wir von Dir einen Teil des Geldes, daß Du von den anderen Carriern bekommst."
Was sich anhört wie eine Betrügermasche, ist nicht illegal. Es ist Sache des Carriers, ob er einen Teil seines Entgelts als Provision wieder ausschüttet. Solche Deals gibt es auch in Zentraleuropa. Selbst wir bieten solche Lösungen dann an, wenn es um Länder geht, in denen es Premium Rate Rufnummern nicht gibt.
Was die Sache illegal macht, ist die Nutzung, zum Beispiel mit einem solchen Dialer. Aber das sind meist nicht die Nummernanbieter, sondern deren Kunden. Nummernanbieter würden das nie machen, denn sie sind die Leidtragenden, wenn wie im Fall von Sri Lanka ganze Länder aus ihrem Angebot verschwinden.
raffzahn - 5. Nov, 20:09
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